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Sächsische Holsteintage

Wie unter einem Zirkuszelt präsentierte sich der Schauring den Zuschauern am Sonntag, 18. September 2016, im kleinen Örtchen Altmittweida in der Nähe von Chemnitz. Im Rahmen des 20. Erntedankfestes hatten emsige Helfer eine ansprechende Atmosphäre für die Sächsischen Holsteintage geschaffen.

Nach den Begrüßungsworten ging es mit einer Jerseyklasse los. Dasra, eine Broiler-Tochter in Besitz der Milchhof Diera KG aus Diera-Zehren, hieß die erste Klassensiegerin des Tages. Ihr harmonisches Gesamtbild und ihr hervorragendes Euter sicherten ihr den Sieg und verwiesen HPH Jessica (B.: Agrargenossenschaft Hainichen-Pappendorf, Hainichen) auf den zweiten Platz.

Von den Jerseys zu den Holsteins

Danach stand ein Farbwechsel an und die Holsteins betraten den überdachten Schauring, um sich dem fachkundigen Blick von Martin Rübesam aus Wiesendfeld zu stellen. In der ersten Klasse ging kein Weg an der sehr weiblichen und mit viel Stil überzeugenden HPH Angola (V.: Balisto, B.: Agrargen. Hainichen-Pappendorf) vorbei. Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr, so hat ihre Mutter Amstel EX-93 einige Söhne auf nationalen und europäischen Besamungsstationen stehen. Hinter Angola erzielte die Giant-Tochter Rita der Reichenbach GbR dank ihrer Vorzüge im Rahmen und in der Vorrippe einen 1b-Platz. Eine klare Spitze hatte die zweite Klasse an diesem Tag mit BH Pinkola, einer Braxton-Tochter in Besitz der Agrargenossenschaft Bockendorf. Ihre Ausstrahlung und ihr wunderbares Euter überzeugten Preisrichter Rübesam von Anfang an. An zweiter Stelle lief die Eutersiegerin dieser Klasse die ausbalancierte MAR Staude (V.: Mogul, B.: Agrargenossenschaft Hainichen-Pappendorf).

Die sehr ausgeglichene Qualität in den Jungkuhklassen erschwerte den Richtjob von Rübesam sicherlich, doch eine muss gewinnen. In der letzten Klasse der jungen Kühe hatte die Siegerin den klangvollen Namen MHD Icebaby (V.: Gunnar, B.: Milchhof Diera), die auf hervorragenden Fundamenten souverän ihre Runden im Schauring zog und neben der euterstarken Semira (V.: Sympatico, B.: Agrar GmbH Auligk, Groitzsch) auch die drei anderen Konkurrentinnen auf die Plätze verwies.

Der erste Höhepunkt

Der Regen setzte pünktlich zur Wahl der Siegerin jung ein. Den tapferen Zuschauern, die dem kalten Wetter trotzten, zeigte sich ein imposantes Bild – auf der Diagonalen präsentierten sich die Klassensiegerinnen und Zweitplatzierten. Am überzeugendsten machte dies für Martin Rübesam BH Pinkola. Sie holte sich die erste Siegerschärpe des Tages.

Weiter ging es im Programm mit den mittleren Kuhklassen. In vier Klassen konkurrierten hier die Zweitkalbskühe untereinander. Aufgelockert wurden die einzelnen Klassen durch Moderator Thorsten Ott, der die Vorführer und ausstellenden Betriebe den Zuschauern nahebrachte. Die Agrargenossenschaft Hainichen-Pappendorf hatte quasi einen „Run“. Ihre vollkommen ausbalancierte Destry-Tochter HPH Fabille folgte ihren Stallgefährtinnen und sicherte sich den Klassensieg vor der mit einer enormen Rippentiefe überzeugenden Snow RF-Tochter MHD Sonnhild der Milchhof Diera KG.

Snow RF und die Agrargenosschenschaft Hainichen zum zweiten:

Eine enorme Körpertiefe gepaart mit einem festaufgehängten Euter zeichnen die Klassensiegerin Atlanta aus. Nur Nuancen trennten sie von der 1b-Platzierten feinzelligen FG Kirroyal (V.: Jonahred) von Gisela und Wolfgang Blaschke aus Neuhausen. In der dritten Klasse betrat die spätere Siegerin und Stallkollegin von Kirroyal als Schaudiva mit einem Wow-Effekt den Ring: KIH Desperados (V.: Merlin). Sie verwies souverän die körperstarke Rosa der Reichenbach GbR auf den zweiten Rang. Diese Klasse hatte einen Applaus verdient, denn alle gezeigten Tiere lagen nah beieinander und vertraten das Ideal einer produktiven und trotzdem exterieurstarken Laufstallkuh. In der letzten Gruppe war es die Pioneer-Tochter MHD Polina, die die Führung übernahm. Ihre Gesamterscheinung und besonders ihr hoch aufgehängtes Euter brachten ihren Besitzern der Milchhof Diera KG einen weiteren Pokal ein. Eine ernstzunehmende Konkurrentin hatte sie in Uta (V.: Dempsey, B.: Reichenbach GbR), deren hervorragend beadertes Euter sofort ins Auge fiel.

Die Ermittlung der Siegerin mittel sollte eine Herausforderung für Preisrichter Rübesam werden. Er nahm sich die Zeit und ließ Atlanta, KIH Desperados und Rosa noch einmal „stramm stehen“. Letztendlich konnte er an der Ringpräsenz von KIH Desperados nicht vorbei – sie bekam die Schärpe und Rübesam einen Lacher aus dem Publikum, nachdem er verkündete, dass er mit seiner Entscheidung zufrieden sei! Zur Reservesiegerin kürte er Rosa.

Alter und Temperament passen zueinander

Dies bewiesen die teilnehmenden Schaukühe mit drei und mehr Laktationen in Altmittweida. Sehr jugendliche Kühe präsentierten sich den Zuschauern. Mit einem enormen Milchadel und einem tadellosen Fundament führte SHo Hellen (V.: Windbrook, B.: Gisela und Wolfgang Blaschke) die erste Klasse gemeinsam mit MHD Ricki (V.: Sanchez, B.: Milchhof Diera) an. Vier Kälber und trotzdem ein enorm hochaufgehängtes Euter sind das Markenzeichen der nächsten Klassensiegerin und Siegerin alt, der Mergim-Tochter Meika (B.: APG Weideland, Bad Gottleuba). Ihre harmonische Ausstrahlung und Milchcharakter brachten der Jotan-Tochter BH Passion der Agrargenossenschaft Bockendorf den zweiten Platz ein. In der letzten Klasse des Tages konkurrierten drei Kühe mit vier, fünf und sechs Laktationen um den begehrten Klassensieg. Letztendlich schaffte es die jüngste der Runde und spätere Reservesiegerin alt, die Velvet-Tochter Florida (B.: Agrargenossenschaft Bockendorf) vor der harten Arbeitskuh Winnie (V.: Damion, B.: Milchhof Diera).

Die Schau neigte sich dem Ende zu und Preisrichter Rübesam hatte seine wichtigste Entscheidung des Tages zu fällen – Miss Altmittweida 2016. Ehrfürchtig betraten die Siegerinnen und Reservesiegerinnen den Ring, um sich ein letztes Mal den Zuschauern zu präsentieren. Auch hier fiel ihre Schönheit und Eleganz wieder ins Auge und der Titel Miss Altmittweida passte hervorragend zu ihr! KIH Desperados nahm nicht nur den Preisrichter für sich ein, auch Zuschauer und Vorführer waren von ihr begeistert.

Den Abschluss bildete der Gruppenwettbewerb – jeder der teilnehmenden Betriebe hatte die drei besten Kühe ausgewählt und stellte sich dem Wettkampf. Hier hatten die rabenschwarzen und jugendlichen Kühe von Gisela und Wolfgang Blaschke die Nase vorn.

Eine Ehrung…

… der besonderen Art erhielt die Wade-Tochter Petale EX-96 der Agrargenossenschaft Bockendorf. Zahlreiche Schausiege und sage und schreibe 43 Nachkommen führten zu dieser Ehrung für züchterische Leistung. Ihrer Ehre bewusst, schritt sie mit einer kleinen Auswahl ihrer Nachkommen durch den Schauring. Chapeau – vor dieser Kuh!

Hier finden Sie die Prämierungsliste für die Sächsischen Holsteintage 2016.

2sht_praemierungsliste_2016

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