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Tarmstedter Färsenschau und MASTERRIND-Nachzuchtpräsentation: Sie trotzten dem Regen mit einem Lächeln

Die Vorbereitungen liefen morgens auf Hochtouren und bei gutem Schauwetter, sprich bewölkter Himmel, moderate Temperaturen. Mensch und Tier waren bester Laune und alle wollten endlich in den Schauring, um sich zu messen. Wer hatte den besseren Riecher und hat die potentielle Siegerin der diesjährigen Färsenschau gemeldet? Wer wird ins Finale kommen und wer muss frühzeitig den Schauring verlassen? Zu entscheiden hatten dies, die beiden Preisrichterinnen Juliane Hasbargen und Anna Topp.

In den ersten Runden zeigten die 34 angetretenen Färsen, was in ihnen steckt. Doch nur 18 Tiere konnten ins Halbfinale einziehen. Ohne Kommentierung, aber mit viel Ruhe und entschiedener Stimme wählten die beiden Preisrichterinnen ihre Favoritinnen aus. Nicht nur die Ehre und der Sieg waren am heutigen Tag der Lohn, es winkte auch ein nicht unbeträchtliches Preisgeld für die letzten sechs Finalistinnen.

Großes Lob sprach Juliane Hasbargen den Züchtern aus, diese Ausgeglichenheit im Körper und dieses Entwicklungspotential brachten sie ins Schwärmen. Sie imponierten auch den tapferen Zuschauern, die im Regen das Richtgeschehen gespannt verfolgten.

Ein besonderes Ereignis waren die beiden Halbfinale dadurch, dass sich unter den 18 Tieren, sechs Nachzuchttiere von Giant, Naberg, Mozarella und One-Red befanden. Insgesamt stellten sich 17 Töchter von bekannten MASTERRIND-Vererbern der Konkurrenz. Die Töchter von One-Red, Giant und Mozarella schafften es bis ins Finale und hatten dort ein Wörtchen mitzureden. Das Finale wird immer mit Spannung erwartet, denn bei der Tarmstedter Färsenschau wird die Richteranzahl auf vier erhöht. Gemäß dem Motto „vier Mann vier Ecken“ stehen diese in den Ringecken und machen ihre Meinung via Punktetafeln kund.

In den Endring zogen folgende Tiere ein: die Knowledge-Tochter Eliette in Besitz der Morisse GbR, Bremen, die euterstarke Alicia, eine Tochter des MASTERRIND-Vererbers One-Red VRC von Ralf-Günther Ritz, Uelzen sowie die ehemalige DHV-Top-Genetik-Auktionsfärse Sunrise (V. Album, Besitzer: Bollhorst GbR, Wetschen). Ihnen leisteten Ladylike, eine Tochter des MASTERRIND-Vererbers Giant der Bleis KG, Axstedt, die Attic-Tochter SHo Hally von Wilken Schwarze, Dörverden und Uschi, eine Tochter des MASTERRIND-Vererbers Mozarella der Büscherhoff & Strothmeyer GbR aus Steinfeld. Dass das Richtgeschehen eine sehr persönliche Angelegenheit ist, kann jeder bestätigen, der seine Freizeit am Schauring verbringt. Wie oft ist es vorgekommen, dass man ein anderes Tier als Favoritin hatte und der Richter hat dieses Tier weiter hinten gesehen? Nun denn, auch die vier anwesenden Richter Anna Topp, Juliane Hasbargen, Uwe zum Felde und Reto Häcki waren nicht immer einer Meinung. Aber bei einem Tier waren sie sich alle einig, dass sie Potential für die Spitze hat: SHo Hally an der Hand von Maren Schwarze. Ihre Eleganz nahm alle Richter in ihren Bann und so verwies sie Sunrise auf den zweiten Platz.

Hier finden Sie die Ergebnisliste der Färsenschau.

 

Hoffnungsträger der MASTERPROVEN-Bullen – Tarmstedter Nachzuchtpräsentation

Ein fester Bestandteil am Montag ist die Präsentation der ausgestellten Nachzuchtgruppen im Ring. In diesem Jahr fokussierte die MASTERRIND ihren Blick auf die „jungen Wilden“ in den Reihen der MASTERPROVEN-Bullen.

Giant

(Cameron x EX-90 Goldwin x VG-89 Shottle)

Wir beginnen mit dem Cameron-Sohn Giant, der über eine EX-90 Goldwin- und eine VG-89 Shottle-Tochter direkt auf Gold-N-Oaks Morty Malibu zurückgeht. Seinen Großvater Jeeves kann er nicht leugnen – seine soliden Zuchtwerte für die funktionalen Merkmale sprechen für ihn! Im Detail sind dies ein sehr guter Nutzungsdauer- und ein nennenswerter Fitnesszuchtwert. Seine während der Melkarbeit ruhigen Töchter verrichten diese aus sehr festen, hohen Eutern mit langen Strichen. Bei ihnen handelt es sich um starke und breite Kühe mit einer runden Schulterpartie sowie abfallenden und breiten Becken. Zu beachten ist beim Einsatz von Giant die Milchmengenvererbung.

Giant-Nachzucht

Merandy

(Meridian x VG-85 Man-O-Man x VG-87 Baxter 2)

In den Startlöchern zum MASTERPROVEN-Bullen steht der Meridian-Sohn Merandy. Mit der August-Zuchtwertschätzung ist es soweit – er bekommt seinen ersten, töchterbasierten Zuchtwert. Direkt aus dem Herzen der weltberühmten Windy-Knoll-View Ultimate Pala EX-94 Familie hat es ihn nach Verden geführt. Wünschen Sie sich tiefe, leistungsbereite Kühe mit sehr festen, hohen und drüsigen Eutern? Zögern Sie nicht, Merandy einzusetzen. Sie tun es doch? Hier ein paar Fakten zur Vererbungskraft des Bullen: Er ist ein sehr guter Milchmengenvererber mit überzeugenden Werten für Nutzungsdauer, Fitness und Melkbarkeit.

Merandy-Nachzucht

Mozarella

(Mogul x EX-92 Destry x EX-90 Baxter2)

Bereits die ersten 30 Töchter sprechen für ihren Vater, den Mogul-Sohn Mozarella. Seine Wurzeln hat er in der Ralma-Juror-Faith-Familie und seine Mutter WEU Cameo kann als Exterieurgranate bezeichnet werden. Mozarella zeigt seine Ambitionen in diese Richtung mit einem gRZE von 140 gepaart mit grandiosen Zuchtwerten für funktionale Merkmale. Bei einer eher knappen Milchmenge verfügt er über sehr gute Inhaltsstoffe. Seine Töchter haben viel Stärke und Körpertiefe mit einer tiefen, offenen Rippe und breiten Becken. Ihre Euter sind ein echter Hingucker: Sehr fest und hoch mit einer schönen Textur und einer sehr guten hinteren Strichplatzierung. Beachtung finden muss die Beckenlage.

Mozarella-Nachzucht

 

Naberg

(Numero Uno x VG-87 Baxter2 x EX-95 Durham)

Ein weiterer Vertreter aus der Windy-Knoll-View Ultimate Pala EX-95-Familie reiht sich neu in das MASTERPROVEN-Angebot ein – der Numero Uno-Sohn Naberg. Seine Töchter fallen aufgrund ihrer Größe und ihrer guten Euterqualität mit einer normalen Textur sowie abfallenden und breiten Becken ins Auge. Ihre Euter sind fest und mit einer optimalen Strichlänge ausgestattet, wobei die Stellung beachtet werden muss. Naberg sollte auf leistungsstarke Kühe angepaart werden.

Naberg-Nachzucht

One-Red VRC

(Numero Uno x EX-90 Aftershock x VG-88 Goldwin)

One-Reds Besonderheit lässt sich auf einen Blick erhaschen: Dank des VRC-Gens sind 50 % seiner Nachkommen rotbunt. Hier spielt es keine Rolle, ob er an schwarz- oder rotbunte Kühe angepaart wird. One-Red ist ein solider Milchmengenvererber mit einem Schwerpunkt auf der Fettmenge sowie einem überzeugenden Exterieurzuchtwert. Seine Töchter besitzen sehr feste und hohe Euter mit einem festen Zentralband und langen Strichen. Die Stärke und Beckenneigung sollte man bei Anpaarungsplänen nicht aus den Augen verlieren.

One-Red-Nachzucht
Euterbild der One-Red-Tochter Alicia von Ralf-Günther Ritz, Uelzen

 

Wir denken, dass Tarmstedt ein guter Vorgeschmack auf die kommende Zuchtwertschätzung und das neue Bullenangebot der MASTERRIND war.

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