Navigation

Alle Neuigkeiten und Termine nach Kategorien:

Färsen- und Bezirkstierschau 2018: Emsigkeit und Beständigkeit führen zum Erfolg

Die 12. offene Tarmstedter Färsenschau und die 10. MASTERRIND-Bezirkstierschau am 9. Juli 2018 konnten schon vor dem offiziellen Startschuss als Erfolg verbucht werden. Als Wacken der Landwirtschaft bezeichneten wir vor zwei Tagen schon das kleine und ansonsten gemütliche Tarmstedt. Einmal im Jahr strömen die Massen heran und bevölkern die in diesem Jahr staubigen und ausgedörrten Ackerflächen. Angesteckt vom Tarmstedt-Virus bevölkerten auch die rinderverrückten Landwirte den Messeplatz und hatten nur ein Ziel vor Augen – den Tierschauring der MASTERRIND. Der Vergleich mit einem Bienenstock könnte nicht besser sein – es summte und brummte an allen Ecken. Unterbrochen nur von den harten Beats der Ghettoblaster der eifrigen Fitter. Alles schien wie immer, laut Programm startete dieser Tag mit der Färsenschau, weiter ging es mit der Nachzuchtpräsentation und endete in der Bezirkstierschau. Untypisch und gar nicht Tarmstedt-like war das Wetter – es herrschte optimales Tierschauwetter!

Jeder ist seines Glückes Schmied

 Dieses schon fast abgedroschene Zitat aus dem Volksmund trifft für die Teilnahme der Färsenschau zu einhundert Prozent zu. Die teilnehmenden Züchter ähneln Glücksspielern auf der Suche nach dem nächsten Kick, ausgelöst durch den Erfolgsmoment des Spielsiegs! Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Tiere frühzeitig (vor der Kalbung) angemeldet werden. Wer wird ins Halbfinale oder gar ins Finale kommen? Die beiden Preisrichter Alexander Braune und Paulina Praefke nahmen alle 52 Färsen in Augenschein und entschieden schnell und ohne großes Aufheben über das Weiterkommen.

Ins Halbfinale zogen 18 Tiere ein, die in zwei Gruppen sich erneut den kritischen Augen der Richter stellten. Weiter ging es für die folgenden sechs Tiere: Die Daryl-Tochter Hat Jamaika von der Hatke GbR aus Bösel, der rote Farbtupfer im Finale RS Rose (V. Ladd P, Bes.: Egon Strudthoff, Dötlingen) und ihre Stallgenossin RS Laila (V. Gold Chip). Ihnen leisteten Gesellschaft Gilly, eine schicke Tochter des MASTERRIND-Vererbers Goaway (Bes.: Volker Carstens, Visselhövede), Rebelle aus dem Hause Jürgen, Oberndorf sowie die Delta-Tochter Airline in Besitz der Züchtergemeinschaft Eiler, Langenhorst & Sommer, Ganderkesee. Vier Ecken, vier Richter – altbewährtes Prinzip der Färsenschau. Jeder hatte über Hopp oder Top zu entscheiden. Die persönlichen Geschmäcker sind verschieden und dies zeichnete sich auch im Finale ab. Einigkeit herrschte bei der Wahl der Siegerin – RS Laila begeisterte alle mit ihrer Eleganz und ihrem Milchtyp!

Prämierungsliste

„The big five“

„The big five“ in Tarmstedt

Was wissen wir alles über die Zahl 5? Sie kommt nach der 4 und ist eine Primzahl, dies wäre der mathematische Ansatz. Kenner der Rinderszene aus dem hiesigen Zuchtgebiet ahnen schon, dass es sich hier um fünf Nachzuchten handelt, deren Töchterpräsentation ein fester Programmpunkt am letzten Tag der Messe ist.

Baldur 833046

(Balisto x VG-86 Epic x VG-85 Man-O-Man)

Mr. Kundenzufriedenheit wäre der optimale Spitzname für den Balisto-Sohn Baldur. Die Züchter seiner ersten Töchter kommen aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. Schon als genomischer Jungspund imponierte er durch sein ausgeglichenes Vererbungsprofil mit hervorragenden Zuchtwerten für Fitness und Inhaltsstoffe. Feine, edle und milchtypische Kühe, diese Beschreibung trifft auf die Baldur Töchter zu einhundert Prozent zu. Sie besitzen eine flache Knochenstruktur, welche sie von ihrem Vorfahren Goldwyn vererbt bekommen haben. Im Melkstand gefallen ihre festen Euter mit einer optimalen hinteren Strichplatzierung.

Bestboss 833021

(Boss x VG-88 Maxim x EX-90 Shottle)

Auf ganz hohem Niveau befinden wir uns mit dem Boss-Sohn Bestboss. Sein Linear verspricht nur Gutes und auch seine Zuchtwerte für Milchleistung und Inhaltsstoffe müssen sich wahrlich nicht verstecken. In puncto Eutergesundheit ist Bestboss eine sichere Empfehlung. Seine ersten Töchter sind gut entwickelte, kapitale Jungkühe mit einer optimalen Stärke im Brust- und Beckenbereich. Ihre festen und funktionalen Euter sind eine Augenweide: überragende vordere und hintere Strichplatzierung. Die Bestboss‘ bewegen sich auf soliden Fundamenten mit einer perfekten Hinterbeinwinkelung.

Goaway 832841

(Gold Chip x Man-O-Man x EX-90 Bolton)

Dieser Bulle vermittelt das wohlige Gefühl von “nach Hause kommen”. Kennen Sie das? Ihnen ist bekannt, was Sie erwartet und Überraschungen bleiben vor der Haustür. Genauso verhält es sich, wenn sie den Gold Chip-Sohn Goaway einsetzen. In Tarmstedt zeigten wir Ihnen die Töchter in der zweiten Laktation. Ihre enorme Leistungsbereitschaft lässt sie geradezu kalt und sie präsentierten sich sehr gut entwickelt und mit einer hervorragenden Knochenqualität. Ihre festen und hoch aufgehängten Euter besitzen sehr viel Textur und enormer Hintereuterbreite.

Lendary 833012

(Let It Snow x VG-86 Bookem x VG-85 Bolton)

Der Let it Snow-Sohn Lendary präsentiert sich als solider Allrounder, der als Macher von großen und starken Kühen gilt. Seine Töchter besitzen eine gute Beckenneigung mit einer überragenden Beckenbreite. Ihre Besitzer zeigen sich sehr zufrieden, da sie sich zu leistungsbereiten Laufstallkühen mit festen, funktionalen Eutern entwickelt haben. Die Lendarys bewegen sich auf parallel gestellten Fundamenten mit einer perfekten Winkelung.

Sveen P 507577

(Long P x VG-88 Epic x EX-90 Planet)

Ein Vertreter aus dem Hornlossegment darf natürlich nicht fehlen und mit dem Long P-Sohn Sveen P zeigten wir Ihnen einen Eutervererber mit überragender Fitness und Nutzungsdauer. Seine Töchter sind typische Laufstallkühe mit einem eher mittleren Rahmen. Durch ihre korrekte Beckenlage sowie ihre hervorragende Melkbarkeit wissen sie zu begeistern. Glanzstücke sind bei den Sveen P-Töchtern eindeutig ihre Euter. Diese sind mit einer deutlichen Eutertextur versehen und besitzen eine extrem hohe und feste Aufhängung.

Tarmstedts Schönheitswettbewerb geht in die nächste Runde

Bei wahrem Kuh-Wohlfühlwettter startete die 10. Bezirkstierschau. Lässt man alle anderen Kriterien, die den Erfolg der Rinderzucht beeinflussen einmal außer Acht, so muss man sich in Anbetracht der ausgestellten Färsen keine Sorgen machen. Sie wissen, was auf sie zukommt und brennen darauf, sich zu beweisen. Züchter Volker Carstens und Stefan Kallaß, zuständig bei der MASTERRIND für die Auswahl der Nachzuchten in Tarmstedt, grinsten bei der Kommentierung der Siegerfärse um die Wette. An ihr ging heute kein Weg vorbei – Gilly, eine Tochter des MASTERRIND-Vererbers Goaway, imponierte Preisrichter und Zuschauer mit ihrer Ausbalanciertheit und ihrem wunderbar beaderten Euter. Sie sicherte sich den ersten Siegertitel des Tages vor der eleganten Durbin-Tochter Rebelle von Jürgen Kreth aus Oberndorf.

Traumhafte und sehr gut ausgewogene Kühe konkurrierten bei den Zweitkalbskühen um den nächsten Siegertitel und schlussendlich um die Möglichkeit am Ende des Tages als Miss Tarmstedt nach Hause zu gehen. Dank ihrer rotbunten Fellfarbe fiel die Ladd P-Tochter Birella an der Hand ihrer Züchterin Marlies Fahrenholz, Oyten, sofort auf. Einmal gesehen und schon hatte sie einen in ihren Bann gezogen – mit viel Typ und einem traumhaften Euter ausgestattet ging kein Weg an ihr vorbei. Die erfolgsverwöhnte und schauerfahrene SHo Hally folgte ihr. An der Hand von Maren Schwarze imponierte sie Richter und Zuschauer mit ihrem Schliff, ihrem Stil und ihrem Milchtyp.

In der Alterskategorie der Drittkalbskühe ging kein Weg an der komplettesten Kuh der gesamten Konkurrenz, der euter- und körperstarken Time-Tochter Gillette vor. Was für ein Freudensprung bekamen die Zuschauer von Besitzerin Johanna Wortmann aus Thedinghausen zu sehen! So sehen Sieger aus! Feminin zeigte sich die schicke und mit einem bezaubernden Euter ausgestattete Ladd P-Tochter HMO Goldrose (Bes.: Hermann Meyer, Lilienthal) als Reservesiegerin dem Richtergespann Alexander Braune/Eric Büscherhoff.

Problemlose und unauffällige Kühe sind der Wunsch eines jeden Landwirts und diese zeigten sich in der Kategorie vier Abkalbungen und mehr. Unangefochtene Siegerin war die älteste Kuh dieser Klasse, die strahlende und bewegungsstarke Spirte-Tochter Taylor in Besitz der Morisse GbR, Bremen. Sie verwies die mittelrahmige, feminine Gold Chip-Tochter WEY Marie (Bes.: Weyhe Holsteins KG, Geestland) auf den zweiten Platz.

Der Landkreiswettbewerb war ein Augenschmaus! Jeder Landkreis präsentierte seine besten Tiere und möchte diesen Wettbewerb gewinnen. Die Nase vorn hatte in diesem Jahr der Landkreis Verden mit Tieren aus den Zuchtstätten Schwarze, Fahrenholz und Wortmann.

Jede Schau sucht ihre Königin und so auch die Bezirkstierschau. Die vier Siegerinnen dominierten mit ihrer wahnsinnigen Erscheinung noch ein letztes Mal den Schauring. Wer wird Miss Tarmstedt 2018? Die älteste Kuh der Schau oder doch der Jungspund, deren Karriere gerade erst gestartet ist?

Es war keine von beiden! Die beiden Richter konnten einfach nicht von Birella lassen und sorgten dafür, dass ihre Besitzerin ihren Gefühlen freien Lauf ließ! Was für ein Moment!!

Prämierungsliste

Miss Tarmstedt 2018 – Birella
Zurück
Diese Website verwendet Cookies. Wenn Sie diese Website weiterhin nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu... OK