Navigation

Alle Neuigkeiten und Termine nach Kategorien:

Gold soll es für sie regnen

Lady Gaga ist ein Superstar in der Szene der Holsteinzüchter. Heute, bei der 45. Schau der Besten der MASTERRIND in Verden, hat sie ihren Ausnahmestatus noch einmal bekräftigt. Nach zahllosen Erfolgen auf nationalen und internationalen Bühnen in den letzten Jahren, wurde die schwarzbunte Holsteinkuh von Henrik Wille und Friedrich Köster am 22. Februar auf dem roten Teppich mit einem Goldregen überschüttet.

Jung und schön

Die Schau begann im gewohnt festlichen Kleid am Morgen in der Niedersachsenhalle mit dem Einlauf der Färsenklassen. Die „jungen Schönen“ präsentierten stark. Preisrichter Markus Mock zeigte sich beeindruckt: „ Ausgezeichnete Färsen mit hervorragenden Eutern werden hier präsentiert.“
Als sich die Halle zur ersten Siegerauswahl des Tages für die jungen Kühe verdunkelte, füllte sich diese merklich, die Spannung stieg. Loh TJ Alessja, eine Armani-Tochter von Lohmöller, Melbaum, Nosbisch und Blaise, Emsbüren, zeigte sich in ihrem Milchtyp und ihrer Eutertextur überragend. Sie ergatterte den begehrten Titel vor Baileys, einer Beemer-Tochter der Ekkel GbR aus Itterbeck.

Nachzuchten überzeugen

Das Schaufenster der MASTERRIND ist jedes Jahr die Präsentation der Nachzuchten. Der Startschuss erfolgte mit dem rotbunten Bullen Soko Red. Sein Vater Snow RF ist ein echter Star bei der MASTERRIND und sein Sohn wird weiter für Furore sorgen. Die im Ring präsentierten Töchter zeigten deutlich seine Vererbungsstärken: bei einer überdurchschnittlichen Körpergröße bewegen sie sich auf korrekt gestellten Beinen. Ihre funktionellen Euter sind für jede Betriebsart geeignet. Soko Red kann eine zu enge Strichplatzierung korrigieren sowie die Milchmenge erhöhen. Er ist auf Färsen einzusetzen.

 

Bereits als genomischer Bulle erfreute Goaway sich großer Beliebtheit und seine Töchterzahl liegt schon bei über 26.000. Der Gold Chip-Sohn ist ein Allrounder mit Schwerpunkten auf Fitness, Zellzahl und Kalbeverlauf. Seine große und typvolle Nachzuchtgruppe ist ein Augenschmaus. Ihre Becken sind korrekt gelagert. Glanzstücke sind ihre drüsigen und hochaufgehängten Euter mit einem optimalen Zentralband und einer hervorragenden Strichplatzierung.

 

Aus der berühmten RPR-Barbie-Familie und mit sieben Generationen exzellent eingestufter Kühe trumpft der McCutchen-Sohn McCoy auf. Seine gezeigten Töchter sind eher große und stilvolle Kühe, die sich auf trockenen und leicht steilen Fundamenten bewegen. Ihre Euter sind fest angesetzt und drüsig. McCoy ist ein sicherer Leistungsvererber mit leicht negativen Inhaltsstoffen.

 

Auf der letzten 44. Schau der Besten begeisterten die Töchter des G-Force-Sohns Force das Publikum. Heute präsentierten sich diese sehr mobilen Töchter in der zweiten Laktation. Der Blick bleibt auf den fest angesetzten und breiten Eutern mit einem starken Zentralband sowie einer korrekten Strichplatzierung und –länge liegen. Diese eignen sich für alle gängigen Melksysteme. Force ist ein Bulle, der durch eine sichere und ausgeglichene Vererbung punktet.

Wer die Wahl hat…

Auf dem Fuße folgten die Kühe mit zwei und drei Abkalbungen. Das Segment präsentierte sich von Anfang an stark und souverän, die Entscheidung fiel Mock nicht immer leicht. In den Klassen blieb es spannend, oft wurden noch Tiere nach dem ersten aufstellen getauscht, wenn doch noch Feinheiten den entscheidenden Ausschlag gaben.
Als die Lichtkegel in der ansonsten dunklen Halle auf die drei Kühe in der engeren Auswahl zur Siegerin mittel fielen, hallte ein rhythmisches Klatschen durch die Zuschauermenge und Markus Mock fällte seine dritte große Entscheidung des Tages: Fux Sambuca (V. Gold Chip) von Hahn/Radke Holsteins GbR aus Eppendorf hatte den Richter vom ersten Moment an in den Bann geschlagen. „Eine Kuh, wie man sie schöner nicht malen könnte!“, schwärmte er. Lackschwarz, feinzellig, mit einem modernen Milchtyp, bei genügend Breite in der Brust und einer offenen Rippe ausgestattet, glänzte sie seidig im Licht und das eine oder andere Raunen war von den Zuschauerrängen zu vernehmen. Sie siegte vor Edlihtam (V. Atwood) von Engellke und Schulte aus Asendorf, die bereits eine beeindruckende Kuh trotz ihrer erst zwei Abkalbungen ist.

Königsklassen der Schau der Besten

Obwohl es die Klassen der alten Kühe waren, sah man es ihnen nicht an, so frisch und stark präsentierten sie sich. In der finalen Auswahl zur Siegerin alt fanden sich zwei Stallgenossinnen wieder: Lady Gaga (V. Modest) von Wille und Köster aus Essen stand vor BWH Annika (V. Atwood) von der Bollhorst GbR, Wille, Melbaum und Kallaß ebenfalls aus Essen. Zwei alte Weggefährten, sowohl im Stall, als auch auf dem Siegertreppchen.

Ehre der Zuchtleistung

Als Besonderheit wurde in diesem Jahr in den Kategorien jung und alt die beste selbst gezüchtete Kuh geehrt, um der Leistung der Züchter gerecht zu werden. Bei den jungen Kühen war es die bereits bekannte McCoy- Tochter Lu Bergamo von Lucassen aus Barßel. Nachdem sie bereits den Titel der besten Nachzuchtkuh gewonnen hat, stand ihr diese Schärpe ebenfalls gut.
Fux Sambuca (V. Gold Chip), die wunderschöne Siegerin mittel, räumte den Titel in der Kategorie alt ab.

Pokerface überflüssig

Die Halle ist dunkel, das Spotlight erleuchtet den Vorhang. Und während ein Streichquartett mit der Gänsehaut-erzeugenden Eindringlichkeit von Geigen und Cello die Stücke „Halleluja“ und „Perfect“ darbietet, kriecht Nebel über den Boden und die Siegertiere zur Auswahl der Miss Schau der Besten schreiten ein.
„Wir müssen nicht so tun, als wüssten wir nicht, wer diese Kuh ist.“, sagte Markus Mock und wendet sich Henrik Wille und Lady Gaga auf dem roten Teppich zu. Recht hat er. Jeder in der dicht besetzten Niedersachsenhalle weiß, wer diese Kuh ist und was sie geleistet hat. Sie ist die unangefochtene Königin der deutschen Schauszene.
Die Menge klatscht, man fragt sich doch, ob Fux Sambuca stark genug ist, hier und heute die neue Miss zu werden… Im nächsten Moment gratuliert Mock Henrik Wille zum verdienten Sieg und ein Goldregen geht von der Decke über der schönsten Kuh auf dem roten Fließ nieder.

Hier finden Sie die Prämierungsliste zur 45. Schau der Besten.

Im Rahmen der Schau der Besten ist es uns immer wieder eine Freude den Jungzüchter des Jahres zu würdigen. Auch in diesem Jahr ließ sich der Vorsitzende des Jungzüchterbeirats Eike Sudmann diese Ehre nicht nehmen und zeichnete Torben Melbaum für sein Engagement und seine tolle Arbeit als Jungzüchter des Jahres 2018 aus.

 

 

Für alle, die nicht da waren, haben wir die ersten Bilder zusammengestellt. Weitere Bilder gibt es hier.

 

Zurück
Diese Website verwendet Cookies. Wenn Sie diese Website weiterhin nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu... OK