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Goldmedaille für Toto

Einen Top-Auftakt im Reigen der Sonderveranstaltungen der MASTERRIND lieferten die niedersächsischen Fleischrinderzüchter anlässlich ihres 39. Fleischrindertages in Verden. Schon anlässlich des Züchterabends verfolgten mehr als 1.000 Fleischrinder-Freunde das Auktionsgeschehen am Spätlesering. Die Bullenauktion am nächsten Tag brachte lockte wieder mehr als 1.000 Besucher. Bei 144 verkauften Bullen wurde das Angebot fast geräumt. Die Spitzenpreise innerhalb der Rassen lagen deutlich über denen des Vorjahres und auch der Durchschnittspreis über alle verkauften Bullen konnte noch einmal zulegen. Nahezu die Hälfte der verkauften Bullen fand ihre Käufer in anderen Bundesländern und in Osteuropa. Während unsere Sportler in Südkorea je eine Goldmedaille im Biathlon und an der Sprungschanze holten, ging zur gleichen Zeit die Goldmedaille anlässlich der 39. Fleischrindertage in Verden an den Angusbullen Toto und damit nach Ostfriesland.

Hier kommen Sie direkt zu den einzelnen Rassen:
Limousin
Blonde d’Aquitaine, Fleckvieh, Galloway, Hereford, Welsh Black und Salers
Angus
Charolais
Marktspiegel
Bilder

Auktionsauftakt mit Super-Preisen

Der Auktionsring in der Niedersachsenhalle war eng umlagert, als Auktionator Torsten Kirstein die Regie übernahm. 150 bestens vorbereitete Bullen, verteilt auf 9 Rassen, kamen folgend unter den Hammer. Mit 144 verkauften Bullen wurde das zweitbeste Ergebnis der Veranstaltungen in Verden erzielt.

Den Auftakt bildeten 47 bestens vorbereitete Limousinbullen, die zu besten Preisen reißend Absatz fanden. Den Anfang machte der Siegerbulle Big- Boy, ein Big-Boss Sohn, von Hermann Kruse aus Syke.  Der Käufer aus dem Landkreis Osterholz-Scharmbeck ist bekannt dafür, dass er viel Wert auf beste Vererbereigenschaften legt. 7.000 € legte er für Leistungsstärke, hervorragendes Exterieur und ein exzellentes Pedigree an. Den zweithöchsten Preis der Rasse Limousin erzielte Manfred Pupkes aus Hinte mit dem homozygot hornlosen CN-Rex Sohn Robert. Sein erlesenes Pedigree und das Top-Exterieur wurden von einer Besamungsstation aus Estland mit 6.300 € belohnt. Auch der Reservesieger der Rasse Limousin, der Uli-Sohn Uno von der Ropers GbR aus Wischhafen, ging nach Estland. Der qualitätsbewusste Bieter honorierte die Top-Leistungen des Bullen mit 4.800 €. In einem flotten Bieterduell hatte die Agro-Zucht Frauenstein aus Sachsen bei dem Ia-Bullen Barni, einem Big-Boss Sohn von Friedhelm Nolte aus Groß Ippener, letztendlich die Nase vorn. Ein Top-RZF, hervorragende Leistungen und das verlässliche Pedigree wurden mit 5.000,- € belohnt. Die Summe von 5.000 € legte auch ein engagierter Züchter aus Sandhatten, Niedersachsen, an. Ein erlesenes Pedigree, Leistungsstärke und viel Qualität der Rasse zeichnen den homozygot hornlosen Claudius Sohn Codex von Josef Knurbein aus Lindern aus.

Mit der angebotenen Qualität der Limousinbullen und mit einem Spitzen-Durchschnittspreis über alle 47 verkauften Bullen in Höhe von mehr als 3.500 €, setzen die niedersächsischen Limousinzüchter ihren erfolgreichen Weg fort.

Und weiter geht’s

Nach dem fulminanten Auftakt bei den Limousin, betraten als nächstes die Rassen Blonde d’Aquitaine, Fleckvieh, Galloway, Hereford, Welsh Black und Salers den Ring. Die Spitzenpreise  bei der Rasse Blonde d’Aquitaine gingen an die genetisch hornlosen Sieger- und Reservesiegerbullen. Klaus-Dieter Golze aus Dassel erzielte für einen äußerst typstarken und korrekten Unix Sohn 4.000 € Zuschlagspreis und Bernd Kumlehn aus Wangelnstedt, ein Newcomer der Szene, wurde für den bestens bemuskelten Fannar Sohn Luxus mit 3.600 € belohnt.

Wie die Blonde d’Aquitaine Bullen, so wurden auch die Fleckvieh Bullen sehr flott versteigert. Den Höchstpreis der Rasse erzielte mit 4.600 € Zuschlagspreis Birgit Kropp-Behrens aus Tiste mit dem Worldwide Sohn Winni, der künftig genauso in Lettland deckt wie der zweitteuerste Fleckviehbulle aus der Zucht von Simone Haase, Garbsen. Der genetisch homozygot hornlose Poldau Sohn Pepe wechselte für 3.800 € Zuschlagspreis den Besitzer.

Weniger erfolgreich verlief die Versteigerung der Gallowaybullen. Der Siegerbulle der Rasse stammt aus der bekannten Zucht von Friedrich Wiegmann aus Sulingen. Für 2.600 € wechselte der typstarke Piet Sohn, Piontek, den Besitzer. Er deckt künftig in einer niedersächsischen Herde. Einen Zuschlagspreis von 2.700 € erzielte Jörg Büttemeyer aus Espelkamp für den Ib-Preisträger Tino, einem typstarken Tomie Sohn. Ein Hingucker bei der Rasse Welsh Black war der Sidney Sohn Siegfried von Frank Mahnken aus Ahausen. Die sehr gute Entwicklung, die sehr gute Bemuskelung und das Top-Exterieur wurden von einem bayrischen Kenner der Szene mit 3.600 € belohnt.

Angus gefragt

Alle 31 angebotenen Angusbullen fanden flott ihren neuen Besitzer. Dabei war der Renner das Bieterduell zwischen einem Brandenburger Interessenten und einer sehr bekannten Bayrischen Zuchtstätte. Dabei zeigte sich, dass der Bulle Toto zu Recht den Titel „Mr. Verden 2018“ trägt. Pedigree und Exterieur gleichermaßen ließen das Herz der Anguszüchter höher schlagen. Die Nase vorn hatte letztendlich der Brandenburgische Bieter beim Spitzenpreis der Gesamtauktion in Höhe von 8.000 €. Für Nachwuchs sorgen wird der Ausnahmevererber künftig in Rumänien.  Der Angus-Reservesieger stammt aus der Zucht von Dieter Meyer, Bissendorf. Der typstarke und bestens bemuskelte Terron Sohn Tahiti ging für 3.200 € an einen Zuchtbetrieb in Brandenburg. Beste Zuschlagspreise in Höhe von jeweils 5.300 € erzielte auch die Albrecht GmbH aus Golmbach für zwei rote leistungsstarke Pablo Söhne, die künftig beide in bekannten niedersächsischen Herden decken werden. Für 4.700 € bzw. 4.500 € gingen zwei Stardom Söhne aus der bekannten Zucht von Heinz-Wilhelm Riekenberg aus Burgwedel an bekannte Züchter aus Sachsen und Nordrhein-Westfalen. Außerordentliche Typstärke und ein sehr gutes Exterieur zeichnen beide Bullen aus. Interessante Pedigrees in Verbindung mit Typ und Leistungsstärke brachten der Angusversteigerung äußerst positive Impulse. Im Durchschnitt gut bezahlte Bullen sorgten für ein gehobenes Preisniveau und zufriedene Verkäufer.

Zweitgrößtes Kontingent

Mit 44 versteigerten Charolaisbullen können die niedersächsischen Züchter ebenfalls auf einen guten Auktionsverlauf zurückblicken. Hier gestaltete sich der Verkauf allerdings nicht so flott, wie bei den beiden anderen Hauptrassen. Besonders gefragt war wieder einmal ein exzellentes Exterieur verbunden mit interessantem neuem Blut. Wenn dies in Kombination mit genetischer Hornlosigkeit angehoben wurde, belebte sich das Bietergeschehen deutlich. Den Spitzenpreis der Rasse sicherte sich Ernst-August Arndt aus Syke mit dem genetisch hornlosen Jumbo Sohn Jello. Dieser außerordentlich stark entwickelte Ausnahmebulle und Reservesieger der Rasse zeigte einen hervorragenden Relativzuchtwert Fleisch in Höhe von 118. Eine sagenhafte Zunahmeleistung von 1.727 g, ein exzellentes Exterieur und viel Zukunft. In einem spannenden Bieterduell zwischen einer Thüringischen Spitzenzuchtstätte und einer bekannten Zuchtstätte aus Niedersachsen, hatte bei 7.300 € letztendlich die Zuchtstätte aus dem Landkreis Verden die Nase vorn. Mit 4.000 € belohnt wurde Rainer Moormann aus Herbergen für den exzellenten Siegerbullen der Rasse Charolais. Der MG Naldo Sohn Neefor überzeugte auf ganzer Linie durch Qualität der Rasse, Bemuskelung und tadellosem Exterieur. Dieser Ausnahmebulle wird künftig in einer lettischen Zucht für Nachwuchs sorgen. Einen besonderen Erfolg konnte auch der Zuchtbetrieb Fritz Kastens aus Hilgermissen feiern. Sein genetisch hornloser Loisir Sohn Loreto ging für stolze 6.300 € in die Rinderzucht nach Schleswig-Holstein. Auch hier waren es Leistungsstärke und das interessante Pedigree, die für flotte Gebote sorgten.

Jeweils 4.200 € bzw. 4.000 € konnten die Zuchtbetriebe Heinz Lüers aus Bremen, Heinz Thermann aus Extertal und Friedrich Schmädeke aus Schweringen mit nach Hause nehmen. Bei den drei von ihnen gezüchteten Bullen waren es die interessanten väterlichen Abstammungen, genetische Hornlosigkeit und auch Leistungsstärke, die sofort flotte Gebote zur Folge hatten.

Wenn auch der überragende Durchschnittspreis des Vorjahres nicht erreicht wurde, so lag das Preisniveau bei den Charolaisbullen dennoch auf gutem Niveau.

Motivation pur

Konsequente und langjährige Züchter- und Kundenorientierung zahlen sich aus. Das wurde auch anlässlich der 39. Niedersächsischen Fleischrindertag in Verden einmal mehr deutlich. Ein volles Haus am Züchterabend und gefüllte Ränge anlässlich der Bullenauktion belegen die Attraktivität der Veranstaltung und sind gleichzeitig Motivation für künftige Zuchtarbeit. Absetzerproduzenten in der Region, Züchter aus ganz Deutschland und insbesondere auch Züchter aus dem Ausland trugen mit ihrem Einkauf gleichermaßen zum runden Erfolg der Veranstaltung bei.

Hier finden Sie die aktuelle Körliste, die Prämierungsliste und Eindrücke der 39. Fleischrindertage!

 

Marktspiegel: Bullenauktion Verden 2018


Rasse Anzahl Ø-Preis Max. Preis
Charolais 44 3.008 € 7.300 €
Limousin 47 3.525 € 7.000 €
Blonde d’Aquitaine 8 2.800 € 4.000 €
Angus 31 3.341 € 8.000 €
Hereford 1 2.500 € 2.500 €
Galloway 4 2.250 € 2.700 €
Fleckvieh 6 3.017 € 4.600 €
Salers 1 2.100 € 2.100 €
Welsh Black 1 3.600 € 3.600 €
Gesamt 144 3.225 € 8.000 €

Bilder

 

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