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Impfempfehlung gegen die Blauzungenkrankheit

Die Blauzungenkrankheit ist eine anzeigepflichtige Tierseuche der Wiederkäuer, die durch Viren verursacht und über Mücken der Gattung Culicoides übertragen wird. Mit dem Ausbruch vom 14.12.2018 in Baden Württemberg hat Deutschland den BTV-Freiheitsstatus verloren, weitere aktuelle

BTV-Fälle wurden im Januar 2019 im Saarland und in Rheinland-Pfalz registriert. Infektionen mit dem Blauzungen-Virus können zu erheblichen Schädigungen des Verdauungs- und Fortpflanzungsapparates der Rinder führen, sodass als Folge Störungen des Fressverhaltens und Beeinträchtigungen der Trächtigkeiten durch Aborte und Missbildungen auftreten. Wir empfehlen daher, die BTV-Impfung zeitnah über den Hoftierarzt – noch vor dem jahreszeitlich bedingten Anstieg der Temperaturen mit vermehrter Gnitzenaktivität – durchzuführen, um den Wettlauf zwischen Aufbau von Impfschutz (Immunität) und drohender Infektion zu gewinnen.

Die ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) am Friedrich-Loeffler-Institut empfiehlt, empfängliche Wiederkäuer gegen BTV-8 und -4 zu impfen. In Deutschland ist eine freiwillige Impfung empfänglicher Wiederkäuer möglich. Entsprechende erforderliche BTV-Impfgenehmigungen wurden hierzu bereits seit 2016 von verschiedenen Veterinärbehörden durch eine Tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung zum Schutz gegen die Blauzungenkrankheit veröffentlicht.

Derzeit läuft die Impfstoffproduktion großer Chargen erst an. Umso wichtiger ist eine zeitnahe Impfstoffbestellung durch Ihren Hoftierarzt, damit von den Impfstoffherstellern kurzfristig bedarfsgerecht produziert und geliefert werden kann.

Sehr wichtig für den Nachweis der durchgeführten BTV-Impfung bei der zuständigen Veterinärbehörde ist die Dokumentation aller Impfdaten durch den Hoftierarzt in der HITier Datenbank. Mit einer weiteren Ausbreitung von Restriktionszonen ist zu rechnen, da mit der Zunahme von erforderlichen BTV-Untersuchungen weitere BTV-Fälle registriert werden. Die Folge sind sofortige erhebliche Einschränkungen im Tierverkehr für nicht gegen BTV-geimpfte Tiere in den eingerichteten Restriktionszonen. Gesunde Tiere und die zukünftige Sicherstellung optimaler/uneingeschränkter Tierverkehrs- und Vermarktungsoptionen sollten ein lohnendes Ziel für jeden Betrieb sein.

Im Gegensatz zum BTV-Seuchenzug in den Jahren 2006-2009, sind Kostenübernahmen durch das Land Niedersachsen sowie die Niedersächsische Tierseuchenkasse für BTV-Impfungen bisher nicht vorgesehen bzw. nicht in Aussicht gestellt worden.

Weitere Informationen zur Blauzungenkrankheit sind unter folgendem Link zu finden: www.tierseucheninfo.niedersachsen.de

 

Letzte Meldung: In Sachsen übernimmt die Tierseuchenkassen 80% der Impfstoffkosten!

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