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Sächsische Bullenauktion in Meißen: Keine Müdigkeit vorschützen!

Fleischrinderzüchter in Sachsen und Niedersachsen haben im Monat Februar wahrlich nicht über Langeweile zu klagen. Am vergangenen Wochenende tummelten sie sich in gemütlicher und spannungsgeladener Atmosphäre in der Niedersachsenhalle in Verden, um live dabei zu sein, wie Miss und Mister Verden 2019 ihre Schärpen umgelegt bekommen haben. Kaum sind diese Ereignisse vorbei, geht es wieder ins Auto – Richtung Meißen. Auf, auf zur 28. Sächsischen Bullenauktion der MASTERRIND. Die aufgetriebenen und am Tage zuvor gekörten Muskelpakete konnten sich sehen lassen. Jeder von ihnen eine wahre Pracht und im Rassetyp stehend!

Die Ränge in der festlich geschmückten Halle waren mit knapp 500 Fleischrinderbegeisterten voll besetzt. Die 54 aufgetriebenen Bullen der Rassen Fleckvieh-Simmental, Charolais, Limousin, Angus und Blonde d‘Aquitaine kamen unter den Hammer von Auktionator Torsten Kirstein. Interessierte Käufer aus Sachsen, Niedersachen und einigen anderen Bundesländern hatten keine Mühen gescheut, um sich einen vielversprechenden Deckbullen für ihre Herde zu sichern. Auch Kunden aus Tschechien, Lettland und der Schweiz investierten in einen neuen Bullen aus Sachsen. Qualität kostet und so pendelte sich der Durchschnittspreis über alle Rassen bei 3.008 Euro ein.

Der größte Rasseblock war, wie auch in den vorherigen Jahren, das Fleckvieh-Simmental. Schon bei der Körung richtete sich das ein oder andere Augenpaar auf dieses Prachtexemplar! Mit traumhaften Körnoten (8/9/7), dem 1a-Preis, dem Rassesiegertitel und als Reserve-Champion der diesjährigen Auktion betrat mit der Katalognummer 34 Ludwig (V: Levis) aus der Zuchtstätte Erwin Forche, Hoyerswerda, majestätisch den Ring. Ein Käufer aus der sächsischen Schweiz sicherte sich dieses Ausnahmetalent für einen Zuschlagspreis von 3.500 Euro für seine Mutterkuhherde. Ebenfalls investierte die MASTERRIND GmbH in sächsische Fleckvieh-Genetik und kaufte für den höchsten Zuschlagspreis von 4.000 Euro in dieser Rasse den Bullen Oman (Katalognummer 28, V: Oliver) aus der Zucht der KÖG in Kleinbardau für den Besamungseinsatz.

Die beiden Bullen der Rasse Blonde d’Aquitaine stellte der Bio-Betrieb Frank Groba aus Hoyerswerda in Meißen vor. Die Katalognummer 10 mit dem Namen Turek erhielt die besseren Körnoten und deckt zukünftig in einem niedersächsischen Betrieb.

Der Rassesieger Angus Pen aus der renommierten Zuchtstätte Uwe Heinz, Zwickau, überzeugte mit seinem Erscheinungsbild und seinen Prachtnoten einen interessierten Züchter aus Brandenburg. Für den Tageshöchstpreis von 3.200 Euro geht der schicke schwarze Niels (V: REA Neuer) mit der Katalognummer 4 aus der Zucht von Markus Göbel, Großschweidnitz, in einen bayrischen Zuchtbetrieb.

Bei den Charolais beherrschte Nuri aus der Zucht von Lothar Strohbach, Gersdorf die Konkurrenz und bescherte dem Zuchtbetrieb nach seinem Vater 2017 und seinem Halbbruder 2018 den Hattrick in Bezug auf den Siegertitel bei der sächsischen Bullenauktion. Nuri erzielte 3.000 Euro und deckt zukünftig in einem Zuchtbetrieb im Landkreis Meißen. Den Spitzenpreis von 3.800 Euro erzielte der junge Egbert aus der Zucht von Matthias Kuntze, Grumbach. Er verrichtet seine Arbeit am jetzt in einem renommierten Mecklenburger Zuchtbetrieb.

Spannende Bieterduelle sind das Bonbon einer jeden Auktion und so auch bei den nächsten Kandidaten der Rasse Limousin. Der Rassesieger und diesjährige Champion in Meißen heißt Abruzo und kommt vom Limousinhof Klemm aus Hartmannsdorf-Reichenau. Abruzo beeindruckte durch sein Spitzen-Bemuskelung bei sehr gutem Rassetyp. Ein tschechischer Züchter investierte 4.400 Euro in diesem Spitzenbullen aus dem Hause Klemm. Zwei Züchter lieferten sich ein wahrliches Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Katlognummer 52. Coleur ist ein Sohn des bekannten Bullen Caid ebenfalls vom Betrieb Limousinhof Klemm. Schon in der Körung beeindruckte er und wurde mit der Höchstnote 9 im Rassetyp bewertet. Die Nase im Bieterduell vorn hatte letztlich ein Käufer aus der Schweiz und sicherte sich mit Coleur einen absoluten Ausnahmevererber. Bei 8.200 Euro schlug der Hammer nieder. Somit wurde der Spitzenpreis für einen Meißener Auktionsbullen, der seit letztem Jahr bei 8.300 Euro liegt, nur knapp verfehlt!

Mit guten Durchschnittspreisen bei allen fünf Rassen und zufriedenen Gesichtern bei den Züchtern und dem Veranstalter der MASTERRIND Meißen endete die 28. Sächsische Bullenauktion.

Hier kommen Sie zur Körliste.

Bilder von der Veranstaltung finden Sie hier.

 

Das Auktionsergebnis in Zahlen:


Rasse Anzahl Ø-Preis Max. Preis
Angus 4 2.625 € 3.200 €
Blond d’Aquitaine 2 2.050 € 2.100 €
Charolais 10 2.640 € 3.800 €
Fleckvieh 20 2.805 € 4.000 €
Limousin 12 3.941 € 8.200 €
Gesamt 48 3.008 € 8.200 €

 

Hier finden Sie den Bericht zum  2. Fleischrind-Jungzüchtervorführwettbewerb.

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