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Schau der Besten: Überraschungssiegerin Alessja

Die 46. Schau der Besten in Verden endete am Donnerstag, 28. Februar 2019, mit einem Paukenschlag. Nach einem phänomenalen Showdown fand sich das Züchterkollektiv Jake Lohmöller und Torben Melbaum aus Emsbüren plötzlich mit ihrer wunderschönen Zweitkalbskuh Loh TJ Alessja im Glitter-Regen auf dem roten Teppich wider.

Die Schau der Besten begann morgens gewohnt mit starken Färsenklassen. Gerichtet von Cord Hormann aus Warmsen präsentierten sich tolle Färsen aus dem gesamten Zuchtgebiet der MASTERRIND. OHB Dream, eine Atwood- Tochter von Friedrich-Wilhelm Gödecker aus Varrel setzten sich aufgrund ihres eindrucksvollen Hintereuters vor GHH Antoni (V. Fitz) von der Kastens Holsteins GbR aus Stuhr durch. Ebenfalls ganz stark in ihrer Klasse, zeigte sich WFD Miss Diamond als eindeutige Gewinnerin. Sie gehört der Besitzergemeinschaft Wille, Rübesam, Melbaum und Kallaß aus Herbergen. Ihr folgte in dieser Klasse Bailey, eine Tochter des MASTERRIND-Vererbers Ed Red PP von Karsten Bätge aus Wustrow. Henrike (V. Aftershock) der Brünicke GbR aus Höhbeck präsentierte souverän ihr tolles Fundament und ihre Vorteile im Euter. Diese ließen sie vor Joy, einer Barnaby-Tochter von Henning Dunkhorst aus Raddestorf laufen.

Erstes Highlight des Tages

Das erste Highlight des Tages folgte auf dem Fuße: Die Siegerauswahl jung, angekündigt durch das Verdunkeln der Halle und den spannungsgeladenen Klängen, baute diesen primären Entscheidungsmoment auf. In der Endlinie entschied sich Cord Hormann für WFD Miss Diamond als seine klare Siegerin der Färsen. Reservesiegerin wurde OHB Dream.

Komplette Schönheiten

Bei den jungen Kühen mit zwei Abkalbungen zeigte sich Goldlieschen in der ersten von vier Klassen mit ihrem Milchtyp und ihrer Offenheit in der Rippe stark. Sie stammt vom Rinderzuchtbetrieb Derboven aus Warpe. Ihr folgte dichtauf FG Natalie (V. Mad Max), von Henrik Wille, Herbergen. „Ausnahmeerscheinungen“ nannte Hormann die beiden Kühe, die die folgende Klasse anführten. Und hier zeigte sie sich zum ersten Mal an diesem Tag: Loh TJ Alessja, eine Armani-Tochter aus dem Gemeinschaftsbesitz von Lohmöller, Melbaum, Nosbisch und Blaise aus Emsbüren. Ihre Breite, ihre Kapazität, ihre vordere Rippenpartie… viele ihrer Eigenschaften brachten den Preisrichter regelrecht ins Schwärmen.

Ebenfalls wunderschön stellte sich SHo Jolina (V. Godewind), Bes.: Franz-Bernd Meyer, Damme, den Blicken des Publikums. ZR Alemania (V. Sea) von Bernd Hatke und Torben Melbaum aus Bösel behauptete sich in ihrer Klasse u.a. durch ihre Eleganz und die Strichplatzierung. Hanna, eine Mogul-Tochter der Ekkel GbR aus Itterbeck folgte.

Fux Tohuwabohu von Hahn/Radke Holsteins GbR, Eppendorf, machte einen sehr starken Eindruck und lief daher auf dem 1a-Platz. Molla (V. Sallas) der Stolle GbR aus Berne lief auf 1b. Wie so viele vorher genannte Kühe, ist auch RS Picalilly (V. Sammy), Bes.: Thomas Schulte-Lohmöller, Bernd Hatke und Sönke Strudthoff aus Damme, bereits eine „alte“ Bekannte im Schauwesen. Absolut souverän wies sie den Rest der Klasse durch viele Merkmale, wie bspw. ihre Breite, ihre Herztiefe, ihrer langen Mittelhand. Auf 1b lief die sehr jugendliche Eke Hellen (V. Aftershock) von Hein Ekenhorst aus Laar. In der letzten Klasse gewann Loh Lilli Brax (V. Braxton), von Andreas Lohmöller aus Emsbüren dank ihrer Vorzüge in der Vorhand vor der Sympatico-Tochter Countdown von Stefan Schulte-Lohmöller aus Rhede.

Siegerauswahl, Klappe die 2.

Quer durch die Niedersachsenhalle aufgereiht präsentierte sich die Auswahl der Zweit- und Drittkalbskühe für die Siegerauswahl. Zum rhythmischen Klatschen der Zuschauer auf den prallgefüllten Rängen ging die Hand des Preisrichters zum Siegerklaps auf Loh TJ Alessja – der Halbschwester unseres Bullen Dice Red nieder. Reservesiegerin wurde Stallkumpanin Loh Lilli Brax.

Die Klassen der alten Kühe sorgen auf jeder Schau für Furore. Vier Kalbungen absolviert, zeigte sich die Zelgadis-Tochter Hirondelle von Friedrich-Wilhelm Gödecker aus Varrel. KIH Damian (V. Dempsey); Bes.: Wolfgang und Gisela Blaschke, Neuhausen sicherte sich die 1b-Platzierung. Loh Leman, eine Mr. Sam-Tochter von Andreas Lohmöller wurde aufgrund ihres tollen Fundaments, und das mit bereits sechs Kälbern, 1a platziert. 1b wurde WHC Sanka, eine Tochter des MASTERRIND-Vererbers Acme RF von Klaus-Dieter Weseloh aus Schneverdingen.

Klasse 17 war eine ganz besondere: Es wurden Kühe mit einer Lebensleistung von über 75.000 Litern gesondert gewürdigt. Die Zuschauer zeigten sich sichtlich beeindruckt von diesen Ausnahmeerscheinungen. Lady Gaga, die berühmte Modest-Tochter von Henrik Wille und Friedrich Köster, Herbergen, gewann diese Klasse wie selbstverständlich. Algenblume (V. Goldwin), Bes.: Friedrich Kleine-Ruse, Isterberg, machte hier die 1b-Platzierung.

In der sich anschließenden Siegerauswahl alt bot sich ein derart beeindruckendes Bild für die Zuschauer, dass sich spontan Szenenapplaus einstellte. So wunderbare Kühe mit vielen Abkalbungen in einer solchen Form zu sehen…das ist beileibe kein Anblick, den man allertage sieh!

Was soll man sagen, eine große Überraschung war es nicht, als Cord Hormann Lady Gaga zur Siegerin alt auswählte. Kein Weg ging an ihr vorbei. Knapp 114.000 Liter geleistet, acht Abkalbungen und das Aussehen einer weitaus jüngeren Kuh, es gibt einfach keine verdientere Kuh an diesem Tag in Verden.

Hormann erwischt alle auf dem falschen Fuß

Der rote Teppich wird ausgerollt, mysteriöse Tonnen werden in der verdunkelten Halle seitlich des Teppichs aufgestellt. Was darin ist, wird den Zuschauern schnell klar, als zu den Klängen von „Sail“ bei jedem Bassschlag eine mehrere Meter hohe Feuersäule aus jeder Tonne in die Höhe schießt. Ein Raunen geht durch die Menge. Die Siegerkühe stehen aufgereiht auf dem Teppich, Cord Hormann schreitet um sie herum, ist kurz davor seine Entscheidung zu treffen. Alle Augen richten sich auf ihn, erwarten schon fast den sicheren Schritt hin zu Lady Gaga – doch nein, seine Entscheidung fällt zugunsten der Zweitkalbskuh Loh TJ Alessja. Die Freude ist Vorführer und Mitbesitzer Jake Lohmöller ins Gesicht geschrieben, als auch schon der Glitterregen auf ihn und Alessja herunter taumelt und sich mit ihm gut 3.000 Zuschauer über den Sieg freuten.

Zu den Nachzuchten.

Hier kommen Sie zur Prämierungsliste.

 

 

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