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Statement der MASTERRIND zu Tiertransporten in Drittländer

Tiertransporte, und insbesondere Langstrecken-Transporte in Drittländer, wie z.B. nach Marokko, standen gestern Abend erneut im Fokus einer TV-Reportage des ARD. MASTERRIND wurde hier in Verbindung mit einer Darstellung zum Export einer tragenden Zuchtfärse aus dem MASTERRIND-Gebiet direkt zitiert.

Die MASTERRIND ist seit Jahrzehnten im internationalen Tierverkauf tätig und hat langjährige Geschäftsbeziehungen zu Kunden in verschiedenste EU- und Drittländer aufgebaut. Dabei werden jährlich rund 40.000 Zuchtrinder in mehr als 30 verschiedene Länder exportiert, was uns zu Deutschlands größtem Anbieter für Qualitätszuchtrinder macht.

Unsere Motivation ist nicht nur der Verkauf von Rindergenetik, sondern ebenfalls die Schaffung eines Mehrwertes für den Kunden im Zielland. Die Lieferung wertvoller Zuchttiere eröffnet den dortigen Rinderhaltern eine zuverlässige Grundlage für den Herdenaufbau und den schnelleren Zuchtfortschritt. Staatliche Programme in diesen Ländern, die auch mit EU- und Bundesmitteln unterstützt werden, zielen im Zusammenhang mit den Zuchtrinderimporten auf eine bessere Versorgung der dortigen Bevölkerung mit Milch und Milchprodukten ab.

Von der Aussage, „Rinder würden als Zuchtrinder verkauft und dennoch nach kurzer Zeit der Schlachtung zugeführt“, distanzieren wir uns deutlich. Der Einkaufspreis eines hochwertigen Zuchtrindes kann durch einen deutlich niedrigeren Schlachterlös des Tieres nicht amortisiert werden, weshalb aus ökonomischer Sicht grundsätzlich keine Intention zur Nutzung eines Zuchtrindes als Schlachttier besteht. Die Infragestellung, „im eigenen Land tatsächlich eine Zuchtrinderpopulation aufbauen zu wollen“, kann ebenfalls entkräftet werden. So fördert bspw. die marokkanische Regierung durch den „Plan Maroc vert“ die Entwicklung der dortigen Milchproduktion, u.a. durch die Vergabe vergünstigter Kredite. Zu diesem Zweck gibt es festgelegte, offizielle Einfuhrkriterien, die die Qualität der Rinder aus züchterischer und gesundheitlicher Sicht definieren. Eine Förderung erhalten Landwirte nur dann, wenn der Nachweis erbracht wird, dass die eingeführten Tiere mindestens 4 Jahre im Sinne einer züchterischen Nutzung gehalten wurden. Nur in Ausnahmefällen dürfen Zuchttiere vor Ablauf der Frist mit offizieller Genehmigung geschlachtet werden.

Beim Transport unsere Tiere arbeiten wir über die gesetzlichen Standards hinaus mit dem Ziel, die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere zu sichern. Langzeittransporte und große Zuchttierversendungen werden von fachkompetenten Experten (meistens Tierärzten) begleitet, die die Tiere stets überwachen und im Bedarfsfall versorgen können. Die Grundlage langjähriger, vertrauensvoller Geschäftsbeziehungen zu den Abnehmern, Transporteuren und weiteren Dienstleistungspartnern ermöglichen dabei eine äußerst verlässliche Planung und Durchführung der Transportdauer, Pausen-, Fütterungs- und Tränkeintervalle. Die guten Ergebnisse dieser bewährten Vorgehensweise sind für uns der Gradmesser für eine sichere und erfolgreiche Versendung von Zuchtrindern in andere Länder.

Wir möchten an dieser Stelle noch einmal unterstreichen, dass MASTERRIND in Drittländer ausschließlich Zuchtrinder- und keine Schlachtrinderexporte durchführt. Die vertrauensvolle und nachhaltige Zusammenarbeit mit allen Beteiligten – vom Züchter über die Genehmigungsbehörden und den Transportpartnern in Deutschland bis hin zum kaufenden Landwirt im Zielland – bildet für uns seit vielen Jahren das Plateau für die Plausibilität von Exportgeschäften und die Organisation tiergerechter Transporte.

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