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Tierschau Oldenburger Münsterland

Miss-Wahl auf dem Stoppelmarkt – Jolina wird Grand Champion

Ganze sechs Jahre ist es her, dass die letzte Tierschau Oldenburger Münsterland (TOM) in Vechta stattgefunden hat. Umso größer war die Vorfreude der Aussteller und Beschicker auf das bevorstehende Event am 8. September 2019. Da konnte auch der nasskühle Nebel, der sich noch am Morgen wie ein dichter, grauer Mantel um das Stoppelmarktgelände in Vechta legte, der Stimmung und dem Enthusiasmus auf die bevorstehende Tierschau keinen Abbruch tun. Denn diese ist mit ihrer vielfältigen Tier- und Rassenpräsentation einmalig.

Start mit Betriebssammlungen

Das erste Highlight des Tages war der Auftrieb der 13 Betriebssammlungen. Sichtlich beeindruckt zeigte sich Preisrichter Christian Fischer aus Brunsbek (Schleswig-Holstein) von der Stärke, Homogenität und Gesamtqualität der zusammengestellten Gruppen. Letztlich war die Kollektion von Egon Strudthoff aus Geveshausen durch ihre erstklassige Euterqualität der Konkurrenz knapp überlegen. Der Reservesieg ging an die Kollektion von Henrik Wille in Herbergen.

Die Jüngsten überzeugen

Bei der Rangierung der Färsen stachen die beiden Jüngsten der Klasse deutlich hervor. Die elegante Brady-Tochter Marisa vom Betrieb Hans-Hermann Maas aus Tweelbaeke zeichnete sich durch beste Körperproportionen und ein hervorragendes Euter aus, was ihr den Sieg vor der sehr milchtypischen Atwood-Tochter Hollywood der Büscherhoff & Klöker GbR aus Bohmte bescherte.

Jolina holt den Sieg

Bei der Ermittlung der Siegerkuh Mittel dominierte eine Kuh den Ring, die seit der Schau der Besten und der German Dairy Show kein unbeschriebenes Blatt mehr ist. Die Rede ist von Godewind-Tochter Jolina aus dem Betrieb Franz-Bernd Meyer in Sierhausen. „Ihre Stärke in der Vorhand, die super Rippenpartie und das tadellos aufgehängte Euter werden auch heute wieder deutlich“, so Fischer und prämierte Jolina in der Klasse der mittleren Kühe zur Siegerin. Das „Duell“ um Platz eins lieferte sie sich mit der sehr milchtypischen, offenen und jugendlichen Goldwin-Tochter Felicitas von Henrik Wille.

Die „alte“ Garde

Als die älteren Kühe mit drei und mehr Laktationen den Ring betraten, schoben sich nun auch die letzten Wolken vor der Sonne weg – die Qualität dieser außergewöhnlichen Gruppe wurde noch einmal deutlicher. Fischer lobte die „älteren Damen“ für die hervorragenden Fundamente, auf denen sie sich noch immer fantastisch bewegten und die hoch angesetzten Euter. Sieger der Klasse wurde die sehr elegant wirkende Ladd P-Tochter Liza von Egon Strudthoff, die durch Schärfe und Euterqualität überzeugte. Die lackschwarze Armani-Tochter Marihuana von Henrik Wille platzierte sich dicht dahinter.

Sieger Rotbunt

Rotbunt-Fans kommen bei der TOM voll auf ihre Kosten, denn hier laufen eigens Rotbunt-Klassen, aus denen ein Gesamtsieger ermittelt wird. Die zweitlaktierende Karoline des MASTERRIND-Vererbers Adonis RDC vom Betrieb Batke in Visbek konnte durch viel Klasse und Stärke die Prämierung für sich gewinnen.

Die neue „Miss Vechta“

Zur Auswahl des Grand Champion liefen nochmals alle Siegertiere ein, doch Godewind-Jolina ließ auch auf der Zielgeraden keinen Zweifel an ihrer Überlegenheit. Verdient holte sie sich den „Siegerklaps“ aufs Hinterteil und trägt nun den Titel der „Miss Vechta“.

Jungzüchter – Laura Busse unangefochten

Parallel zum Richten der Kuhklassen fand im gegenüberliegenden kleinen Ring die Jungzüchtertierschau statt. Richter Yasin Zeh aus Pausa (Sachsen) verstand es hervorragend der Menge einzuheizen, was anhand des Klatschens und Applaudierens nicht zu überhören war. In der Gruppe der unter 15-Jährigen konnte sich Charlotte Meyer aus Sierhausen gegen ihre starke Konkurrenz durchsetzen. Beim spontan vom Preisrichter auferlegten Tiertausch bekam sie das größte Rind ihrer Klasse zugeteilt, verstand es aber dennoch, das für sie fremde Tier nahezu perfekt zu führen und aufzustellen. Dicht gefolgt wurde sie von Swantje Lambers aus Andervenne, die sich ähnlich gut auf das ihr zugewiesene Rind einlassen konnte.

Mit Laura Busse aus Visbek war in der Alterskategorie der über 15-Jährigen ein Vollprofi am Start. „Ihre heutige Performance war auf den Punkt, absolut fehlerfrei“, schwärmt Yasin Zeh bei der Prämierung in ihrer Klasse. Aber auch Tessa Heithaus aus Löningen hat ihr Rind, nach den Worten des Preisrichters, mit einer sichtlichen Leichtigkeit über den Platz „schnurren“ lassen. Da sich Laura auch bei der Präsentation unter den Erstplatzierten keinen Fehler zu Schulden hat kommen lassen, wurde sie unter verdienten Beifall zum Grand Champion der Jungzüchter gekört.

Das beste Typtier wurde ebenfalls von Laura präsentiert – eine Tochter des MASTERRIND-Vererbers Firstboy, das durch eine tiefe, offene Rippe, viel Stärke in der Vorderhand und eine feste Oberlinie den Sieg verdient nach Hause holte.

Rassenvielfalt bei den Fleischrindern

Last but not least präsentierten sich am Tierschaunachmittag die Fleischrinder mit den Rassen Charolais, Limousin, Blond d‘ Aquitaine, Aubrac, Angus, Galloway, Hereford und Englisch Longhorn. Den Auftakt machten hier die Jungzüchter. Als die 13-Jährige Sophie Bittner mit ihrem Blond d‘ Aquitaine Jungbullen den Ring betrat, war nun auch der letzte Platz am Tierschauring endgültig belegt. Die Preisrichter Melissa Einemann und Philipp Beermann waren sich in ihrer Entscheidung schnell einig und bescherten Sophie, die während der Präsentation voll und ganz auf ihren Bullen konzentriert war, den Siegertitel.

Majestät wird „Mister“

Mister-Vechta wurde in diesem Jahr der majestätisch wirkende Charolais-Bulle Majestät – da ist der Name Programm. „Der Bulle beeindruckt nicht nur durch Größe und Gewicht, er verkörpert 1:1 das Rasseziel der Charolais-Zucht“ beschreibt Preisrichter Timo Heimsoth von der MASTERRIND. Siegerkuh wurde die Angus-Kuh EAZ Bagira vom Betrieb Dieter Meyer aus Bissendorf, die neben ihrem ebenfalls korrekten Fundament, durch Tiefe in der Vorhand und ein sehr breites Becken überzeugte.

Am Ende eines erfolgreichen Tierschautages galt es noch die Siegergruppe des „Oldenburger Münsterland Cups“ zu wählen. Hierbei verkleiden sich Gruppen von Jungzüchtern unter einem bestimmten Motto. Besonders gefiel in diesem Jahr die Gruppe „Die schönsten Geschenke sind schwarz-weiß gefleckt“ von der Familie Lucassen aus Elisabethfehn.

Hier kommen Sie zu den Prämierungslisten der Rinder und Jungzüchter.

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