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Umsetzbare Lösungen für nationale Transporte gefordert

MASTERRIND und BRS fordern umsetzbare Lösungen für den innerdeutschen Transport von Kälbern und Nutztieren

Mit dem Beschluss vom 25. Juni 2021 fordert der Bundesrat die Bundesregierung auf, die Tierschutztransportverordnung (TierSchTrV) zu ändern. Kälber sollen zukünftig erst ab einem Alter vom 29. Lebenstag, Nutztiere bei Temperaturen über 30 Grad nur noch maximal 4,5 Stunden inklusive Auf- und Abladezeit transportiert werden dürfen. Die jetzt im Einsatz befindlichen Lüftungseinrichtungen auf den Transportfahrzeugen verlängern die Transportzeiten dann nicht mehr.

Pressemitteilung des BRS

In seiner Pressemitteilung äußert Dr. Nora Hammer, Geschäftsführerin des Bundesverbandes Rind und Schwein, deutliche Kritik am Gesetzesvorhaben. „Dieses Verbot verschärft die ohnehin schlechte Wirtschaftlichkeit von Bullenkälbern auf den Erzeugerbetrieben. Die Landwirte werden wieder einmal vor große Herausforderungen gestellt
und mit der Lösung hinsichtlich der Vermarktung der Kälber alleine gelassen. Zusätzliche Stallkapazitäten müssen auf den Erzeugerbetrieben geschaffen werden. Folglich werden Investitionen in einem Bereich notwendig, in dem bisher schon keine Gewinne erzielt wurden.“ Die Förderung der Umstrukturierung oder Erweiterung von Erzeugerbetrieben, alternative Absatzmärkte sowie weitere innovative Lösungsansätze hätten im Vorfeld einer solchen Entscheidung angeboten werden müssen. Um den deutschen Landwirten eine Perspektive zu bieten, fordert der BRS deutlich längere Übergangsfristen (BRS 05.07.2021).

Zeitgemäße Transportfahrzeuge schon lange im Einsatz

Im Sinne der Mitglieder und Rinderhalter wird bei der MASTERRIND die Transportzeitbegrenzung bei Temperaturen über 30 Grad ebenfalls sehr kritisch gesehen, da zeitgemäße Transportfahrzeuge durch Platz und Belüftungssysteme den Belangen der Tiere schon aktuell Rechnung tragen. Auch innerhalb Europas erhöhe sich dadurch die Wettbewerbsungleichheit, sodass nach einer innerdeutschen Regelung Kälbertransporte aus den Nachbarländer die deutschen Grenzen queren und innerdeutsche Straßen auf Basis der geltenden EU-Transportregeln (EU-1/2005) befahren dürften.

(MASTERRIND 06.07.2021)

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