Navigation

Alle Neuigkeiten und Termine nach Kategorien:

Züchter des Jahres

Alles begann mit einem Embryo-Transfer

Jan-Gerd Eiting blickt mit einem Blumenstrauß in der Hand selbstbewusst in die Kamera. Er steht neben einer Staffelei mit einem Gemälde der Tierporträtmalerin Kathrin Baade, das einige seiner berühmtesten Zuchtprodukte – erfolgreiche Kühe und Bullen- zeigt. Am 23. Juni 2021 wurde Jan-Gerd Eiting auf der Vertreterversammlung der Weser-Ems-Union (MASTERRIND) zum Titel „Züchter des Jahres“ beglückwünscht.

Familie Eiting, das sind neben Jan-Gerd und seine Frau Jana mit den Kindern Jella und Jarno noch seine Eltern Helga und Christian sowie Bruder Karsten (Mitarbeiter der MASTERRIND). Gemeinsam mit ihrem Angestellten bewirtschaften sie den Familienbetrieb in unmittelbarer Nähe zu dem berühmten Rhododendron-Park in Gristede, Ammerland.
151 Kühe, 145 Jungtiere sowie 10 Zuchtbullen werden hier gehalten. Die sehr ansehnliche Leistung der Herde beträgt 12.148 Mkg (3,96% F und 3,41% E) und erfuhr in den letzten drei Jahren eine beträchtliche Steigerung. In 2019 wurde das Melksystem auf Roboter umgestellt. Neben den 87 ha intensiv genutzter Weiden werden noch 18 ha Mais angebaut.
Heute ist es schwer noch zu sagen, wer mehr vom jeweils anderen profitiert hat: Das Zuchtprogramm der MASTERRIND von Jan-Gerds Anstrengungen gute Kühe und Bullen zu züchten oder Jan-Gerd von dem Leistungsangebot der MASTERRIND mit dem heißen Draht ins Büro von Sire Analyst Rolf Oorlog.

Eines ist jedoch klar: Alles begann bereits in der Ausbildung, als Jan-Gerd auf dem Lehrbetrieb den Vorzügen von Embryo-Transfer ansichtig wurde und es sofort auf dem heimischen Betrieb ausprobieren wollte. Heute ist der Betrieb der Familie Eiting Teilnehmer der ersten Stunde am Projekt KuhVision und hat mit etlichen Tieren das Zuchtprogramm bereichert. Die eingesetzten Bullen sind zu 95% Genomics. Doch auch wertvolle, ergänzende Zukäufe auf den Top-Genetik- und EXCLUSIVE-Auktionen der MASTERRIND wurden bereits getätigt. Sowohl Holsteins als auch Jerseys stehen hier im Fokus.

Züchterische Erfolge

Als größter züchterischer Erfolg ist ganz klar WEU Mendy EX-90 zu werten. Sie stammt aus dem WEU-Embryonenprogramm von 2008 und hat jüngst zum 10. Mal gekalbt. Ihre LL beläuft sich auf mittlerweile über 112.000 Mkg. Mendy stammt aus eben diesem oben erwähnten, ersten Embryotransfer. Heute stellen die Nachkommen aus der WEU Mendy-Familie rund 1/3 der Herde Eitings. Schon ihr erstgeborenes Kalb, ein Bulle mit dem Namen Jemand, ging in die Besamung und war seinerzeit der höchste Bulle für Nutzungsdauer. Mehrere Töchter und (Ur-) Enkelinnen Mendys wurden auf der Bullenmütterstation Rodenkirchen sowie Nückel vermehrt. Aus ihnen entstanden Bulle wie Feridon, Sinus oder auch Mirabo.
Aus einer Selfie-Tochter von JS Colorado GP-83 (V. Zumba P), ein Zukauf auf dem Konvent 2015, die zurück geht auf aha Rubens Carla EX-95, wurden die beiden Bullen Galeno P (V. Greatboy) und Freewood P (V. Freemax) gezogen.
Fans der Jersey-Rasse wird der Bulle Diamo aus dem Angebot der MASTERRIND bekannt sein. Auch seine Wiege steht in Gristede: Der Dilbert P-Sohn aus Jelke VG-85 (V. Barricade) ergänzt seit knapp einem Jahr das Jersey-Portfolio. Jelke stammt aus einem einem Embryo-Import aus den USA.

Wir dürfen künftig noch gespannt sein, was Jan-Gerd Eiting aus dem sprichwörtlichen Zucht-Hut „zaubert“, doch wir sind uns sicher, dass einmal mehr der Titel „Züchter des Jahres“ an genau den richtigen passionierten Landwirt verliehen wurde!

Zurück